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Aujeszky oder Pseudowut in Goslar PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Thomas Went   
Freitag, den 22. Juni 2012 um 12:46 Uhr

Aujeszky oder Pseudowut breitet sich wieder aus,

jetzt auch im Landkreis Goslar beim Wildschwein nachgewiesen

Was gilt es zu beachten bei meinem Hund / meiner Katze in Bezug auf diese Krankheit?

Alle wichtigen Informationen zu diesem schlimmen Thema finden Sie hier!

 

 

 

Vorsicht ist geboten beim Kontakt von Hunden und Katzen mit Schweinefleisch. Das ist den meisten bekannt, aber die aktuellen Virusnachweise bei Wildschweinen im Landkreis Goslar geben Grund zur Sorge und veranlassen zu diesem Bericht.

 

Wie steckt sich ein Tier an?

Die Ansteckung erfolgt durch Fressen von nicht ausreichend erhitztem Schweinefleisch oder Innereien vom Schwein.

Es ist nicht ausgeschlossen, d.h. es ist umstritten und nicht klar bewiesen, daß das Virus auch über (Lungen-) Sekrete aufgenommen werden kann (aufschnuppern, bei Jagdhund Biß vom Wildschwein o.ä).

 

Krankheitsverlauf

Die Zeit bis zum Auftreten der ersten Symptome ist 2 bis 9 Tage,

der Verlauf bei Hund und Katze innerhalb von 2 Tagen immer tödlich.

Es zeigen sich zentrale Störungen: Anfänglich Unruhe, Hecheln, extrem starker Juckreiz, Erbrechen, hohes Fieber (bis 41°C), starkes Speicheln, Schluckbeschwerden, schwankender Gang und Koordinationsstörungen, Abgeschlagenheit, Lautäußerungen (Jaulen).

Der Tod entsteht durch Krämpfe und letzlich durch Lähmungen.

Es gibt keine Behandlungsmöglichkeit...


Virulenz / Überleben des Virus in der Umwelt

Schweine können das Virus ein Leben lanbg in sich tragen und verbreiten, ohne selbst daran zu erkranken.

In der Umwelt überlebt das Virus bis zu 40 Tage (gemessen bei 25 Grad C)

 

Umgebungsbehandlung / Behandlung infektiösen Materials

Erhitzung des Schweinefleischs über 55°C tötet das Virus ab.

Zur Umgebungsdesinfektion eignet sich keine Alkohole, sondern nur gängige Desinfektionsmittel auf Chlor-, Formalin- oder Ammoniumbasis.

 

Kann sich ein Hund bei einem anderen erkrankten anstecken?

Nein. Zumindest extrem unwahrscheinlichund eher theoretischer Natur.


Kann sich der Mensch anstecken?

Nein!


Besondere Vorsichtsmaßnahmen

Insbesondere Jäger und Schweinehalter sind in die Pflicht genommen durch besondere hygienische Maßnahmen und den bedachten Umgang mit Schwein und Kontakt Schwein - Hund das Ansteckungsrisiko zu minimieren.

Vorsicht bei Nachsuchen soweit durchführbar, beim Ausweiden der erlegten Schweine, bei Aufbrüchen, alles was mit Blut zusammenhängt, Hygiene in der Wildkammer, Hofhund von Schweinen und Schweinestall fernhalten,

Die Freilaufhaltung von Hausschweinen kann zur Übertragung Wildschwein auf Hausschwein führen.


Anzeigepflicht und weiterführende Informationen

Es handelt sich um eine anzeigepflichtige Krankheit (siehe Webseite des LAVES).

 

mehr Informationen auf der Internetseite des Niedersächsischen Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES)

unter folgendem Link hier

 

Merkblatt für Jäger, herausgegeben vom LAVES (s.o.) als pdf hier



Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 22. Juni 2012 um 12:51 Uhr
 

Rechtliche Hinweise

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